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Endodontie (Wurzelbehandlung)

Im Inneren des Zahnes befindet sich ein Hohlraum, in dem sich ein Geflecht aus feinen Nervenfasern und Blutgefäßen befindet, die Zahnpulpa (Zahnmark).

Wenn Bakterien in die Zahnpulpa vordringen, kommt es zu einer (mitunter sehr schmerzhaften) Entzündung, die das Gewebe zerstört. Unbehandelt können die Bakterien bis an die Wurzelspitze vordringen und dort eine eitrige Entzündung auslösen, die den Kieferknochen auflöst.

In den meisten Fällen ist eine tiefe Karies die Ursache für eine Entzündung des Zahnnervs, aber auch ein Trauma (z.B. durch Bohren in Nervnähe oder Sturz auf die Zähne) oder eine Parodontitis können diese auslösen.

In der Regel leidet der Patient anfangs unter großer Temperaturempfindlichkeit an diesem Zahn, später folgen dann meist anfallsartig pochende und ausstrahlende Schmerzen.

Therapeutisch erfolgt nach lokaler Betäubung die Entfernung des erkrankten Gewebes aus den Wurzelkanälen. Dazu werden die Kanäle mit hochflexiblen Instrumenten aus einer Titanlegierung gereinigt und erweitert. Diese Instrumente erreichen auch stark gekrümmte und sehr feine Kanäle. Durch Spülungen und medikamentöse Einlagen werden die Kanäle so lange gesäubert und desinfiziert, bis der Zahn beschwerdefrei ist. Die nun folgende Wurzelfüllung dient dem bakteriendichten Verschluss des Wurzelkanals und muss bis zur Wurzelspitze reichen. Um die richtige Länge der Wurzel zu bestimmen, sind Röntgenaufnahmen notwendig.

Nach etwa 6 Monaten wird der Erfolg der Wurzelbehandlung mit einem erneuten Röntgenbild kontrolliert. Ist auf dem Röntgenbild keine Entzündung der Wurzelspitze zu erkennen und der Zahn beschwerdefrei, sollte er mit Inlay / Teilkrone / Krone versorgt werden, da der Zahn durch das Fehlen von Nerv und Blutgefäßen nicht mehr ernährt ist und spröde und brüchig wird.

Sollte an der Wurzelspitze eine Restentzündung geblieben sein, muss diese durch einen kleinen chirurgischen Eingriff (Wurzelspitzen-Resektion) entfernt werden.